Im Moment tut sich hier nicht viel auf dem Blog. Das liegt daran, dass Deutschland nun mal sehr viel unspannender ist als Rumänien. Nein, das kann man so pauschal ja gar nicht sagen, aber es ist eben sehr viel weniger spannend, wenn ich schreibe, wie die Postfrau fünf Minuten an der Tür warten muss, weil sie für die Bestätigung einer Zustellung meinen Ausweis braucht, den ich nicht finde, als wenn ich erzähle, wie man auf der rumänischen Post nur mit den Achseln zuckt, wenn ich nachfrage, warum ich eigentlich keine Paketbenachrichtigung bekommen habe. Außerdem würde sehr schnell auffallen, dass ich eine ganz schöne Chaotin sein kann, wenn ich von meinem deutschen Alltag berichte.
Woraus besteht der im Moment? Viel schlafen und lesen, aber auch mal einen Tag lang ein Zimmer soweit auf den Kopf stellen, dass am Ende des Tages ein kleiner Müllberg und ein noch viel größerer Berg mit Sachen für den Flohmarkt entstanden sind. Und in den Schränken Ordnung und mehr Platz. Wegwerfen ist nicht so meine Sache, aber die Idee einer minimalistischen Lebensweise fasziniert mich, auch wenn ich es wohl nie soweit schaffen werde. Doch ich sehe ja auch, was passiert, wenn man nichts wegwerfen kann - meine Großeltern haben es geschafft, ein ganzes Haus bis unters Dach vollzustopfen mit allen möglichen Dingen. Da mache ich mich jetzt dran, das abzubauen, in kleinen Schritten.
Ansonsten plane ich Reisen, große und kleine. Ich möchte ein paar Freunde besuchen, dafür geht es zuerst in den Harz und dann nach Oberbayern, München und Prag. Ich freue mich schon drauf, ich war das letzte Mal als wirklich kleines Kind im Harz (neulich beim Aufräumen habe ich die Bilder wieder gefunden - siehe rechte Seite), und im ländlichen Oberbayern war ich noch nie - wobei, das ist gelogen, ich war ja eine Zeit lang öfter in der schönen Holledau und die liegt zum Teil in Nieder- zum Teil in Oberbayern. Aber in dem Teil von Oberbayern, wo ich nun hinfahre, war ich tatsächlich noch nicht. Nochmehr freut es mich aber, wunderbare Menschen wiederzutreffen, die mich inspieren und gute Freunde sind.
Ganz allein geht es zwar auf die Deutschlandreisen, aber ich treffe ja liebe Menschen, die ich kenne. Noch niemanden kenne ich in Kuba. Auf die Insel geht es dann im November bis Dezember für zwei Wochen. Der Flug lastet nicht nur schwer auf meinem ökologischen Gewissen, ich habe auch ein bisschen Angst davor, aber die Neugier überwiegt und ehe Obama am Ende Castro noch anbietet, dass Kuba amerikanischer Bundesstaat wird, will ich es mir anschauen. Der Flug ist gebucht, eine Karte ist bestellt, ein Reiseführer schon gekauft, vor mir liegen ein Monat Vorfreude und ein paar Tage Nervosität. Das wird die weiteste und teuerste Reise, die ich je unternommen habe, aber da ich im Moment sowohl Zeit als auch Geld dafür habe, sollte ich es machen, bevor sich die Situation ändert - so wohl für mich persönlich, als auch in Kuba.
Eine Veränderung steht tatsächlich im Januar an. Ich werde einen neuen Job beginnen, mit Flüchtlingen arbeiten und zwar in der brandenburgischen Provinz. Das wird sicher eine ganz schöne Umstellung, aber ich freue mich auf eine Ortswechsel, viel Natur und Seen in der Umgebung (davon habe ich natürlich im Januar noch nicht viel) und eine sinnvolle Aufgabe. Ab November fange ich dann auch mit der Wohnungssucherei an und im Dezember droht wohl nicht nur das Weihnachtschaos sondern das Umzugschaos gleich dazu.


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