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Montag, 25. August 2014

Wunderschönes Montenegro – ein Fazit

Ich wollte seit Jahren nach Montenegro – und habe es nicht bereut, es endlich getan zu haben. Das Land ist wunderschön. Die Küste ist bei Weitem nicht so unberührt, wie ich es mir vorgestellt habe. Um an wirklich einsame Küstenabschnitte heranzukommen, braucht man wohl ein Auto. Aber ob es wirklich Geheimbuchten gibt, weiß ich nicht. Was aber toll ist, sind die Tretboote, die man an den Küstenorten meist ausleihen kann. Auch damit kann man die Bucht erkunden. Aber immer schön auf Seeigel aufpassen und nicht die Zehen unbedacht auf Felsen vor der Küste setzen!
Kulinarisch fand ich die mediterrane Küche toll, auch wenn wir jetzt nichts super exotisches probiert haben. Aber alles war soweit lecker und ein Stück Pizza zu einem vernünftigen Preis kriegt man auch überall. Was eher umhauen kann, sind die Getränkepreise in den historischen Altstädten von Kotor und Budva – da sind eben die betuchten Kulturtouristen unterwegs.
Die Altstädte sind dennoch sehr sehenswert und auch die Festungen sollte man schon besuchen, denn von den Mauern der Festung hat man noch mal einen ganz anderen Ausblick. Natürlich ist das im Abendlicht besonders toll. Ein Museum haben wir gar nicht besucht, das hat uns aber auch nicht gefehlt. Ob es da etwas besonderes zu entdecken gibt, kann ich somit nicht sagen. Wir haben mehr Aktivurlaub gemacht – lieber mal ein Fahrrad ausgeliehen oder einen Berg bestiegen. Das Fahrrad ausleihen ist sinnvoll, wenn man vor Ort ein wenig Radeln will. Lange Strecken würde ich mir in Montenegro nicht zutrauen – es ist doch arg bergig.
Außerdem sollte man an Bootstouren nicht sparen. Der Blick vom Wasser eröffnet noch einmal eine neue Perspektive, auf dem Meer (oder See) weht einem ein frischer Wind auf die Nase. Die Ausflüge mit dem Boot waren das Geld wirklich wert. Außerdem haben wir die Möglichkeit genutzt, so ein Ausflugsschiff einfach ohne Rückfahrt zu nutzen und so den Bus zum nächsten Ort zu sparen. Die Busse an den Busbahnhöfen an der Küste kamen mir recht zuverlässig vor. Fast immer gab es ein paar Informationen, wann ein Bus fährt und meist sogar Verkaufsschalter.

Wenn ich nochmal nach Montenegro fahre, dann würde ich den Nationalpark im Norden des Landes besuchen. Ich würde wohl auch Rafting machen – der kleine Parasailing-Ausflug hat gezeigt, dass so eine Aktivität zwar teuer, aber auch wirklich beeindruckend und einmalig ist. Von den Orten, die wir besucht haben, würde ich am ehesten auf Cetinje und Sutomore verzichten. Petrovac, Budva und Kotor fand ich sehr schön und auch Virpazar hatte seinen Reiz, wenn ich es auch am letzten Tag nicht mehr so recht genießen konnte. 

Ich finde Montenegro nach wie vor großartig und wenn sich mal wieder die Möglichkeit bietet, würde ich wieder hinfahren. Hier noch ein kleiner Film eines anderen Reisenden, der vielleicht inspiriert.


Sonntag, 24. August 2014

Es war einmal ein Käse, der reiste durch Montenegro

Hier nun also die versprochene Geschichte. Wir stapften, schweißgebadet und fast ohne Wasserreserven, den Vrmac wieder herunter. Uns waren sehr wenige Zeichen der Zivilisation begegnet, wenige verstreute Wanderer, darunter ein Nudistenpaar und zu Anfang sogar eine Gruppe mit Auto, die etwas im Schilde zu führen schien. Spätestens als der Weg aber unpassierbarer war, waren wir die meiste Zeit allein – von den unzähligen Spinnen, die mit Vorliebe ihre Netze zum Fangen von Touristen quer über den Wanderweg woben, mal abgesehen. Unsere Erfahrungen aus Rumänien sagten uns, dass Hunde und Berge keine gute Kombination sind. Als wir also die zwei kläffenden Exemplare bemerkten, waren wir sehr froh, zu sehen, dass sie angekettet waren. Ich bin zwar prinzipiell kein Freund der Kettenhaltung, aber zerfleischt werde ich auch nicht gern. Zu den Hunden gehörte ein Haus und dazu eine Besitzerin. Ich fragte sie sogleich, ob sie Wasser hätte und zwar in einem schönen zurechtgelegten Serbokroatischen Satz. Mein „Imate li vi vodu?“ wurde beantwortet und ich verstand so viel: Izvor. Das bedeutet nämlich nicht nur in den slawischen Sprachen sondern auch auf Rumänisch Quelle. Wasser hatte sie also keines für uns, aber ob wir nicht Käse kaufen wollten? Das war so ungefähr das naheliegendste, was man zwei dehydrierte Wanderer, die großen Respekt vor den Hunden hatten, fragen konnte. "Danke, außerdem zwei Karten für die Sieben-Uhr-Vorstellung.", wäre wohl eine passende Antwort gewesen. Wo wir aber schon mal da waren, kauften wir ein Laib Käse. Er war relativ hart, also schon ein wenig gereift, weiß und hatte kleine Löcher. Irgendwas zwischen dem frischen Schafs- oder Ziegenkäse im Feta-Stil und einem Gouda. Er kam auch von den Ziegen, die wir auf dem Berg gesehen hatten, zumindest entnahmen wir das der Konversation. Wir: „What kind of cheese?“ Große Augen bei der Käsefrau. Wir: „Mäh?“ Sie: „Mäh!“ Vielleicht also auch von Schafen. Wir bekamen eine Tüte für den Käse und verstauten ihn im Rucksack. Außerdem gab es noch den Hinweis, dass der Käse schon mal einen Tag ohne Kühlschrank aushalten könne, dann sollte er aber wieder rein. Alles klar. Und auf gings, den Berg hinunter. Was dann kam, habt ihr ja im Kotor-Kapitel bereits erfahren. Ich möchte nur noch anfügen, wie es dem Käse erging. Er wurde natürlich sogleich probiert und über Nacht im Kühlschrank verstaut. Am Morgen kam er wieder in seine Tüte und seine Tüte in den Rucksack. An der nächsten Station in Cetinje, gab es ebenfalls einen Kühlschrank. Wir steckten den Kühlschrank in die Steckdose und packten den Käse rein. Einen Tag später hieß es weiterziehen. Der Käse verströmte da schon einen etwas intensiveren Geruch. Wir stellten fest, dass der Kühlschrank zwar am Stromnetz hing, aber auf Stufe „0“ von fünf möglichen Stufen stand. Trotzdem, der Käse wurde in drei Tüten gepackt und wanderte wieder in den Rucksack. Und wir wanderten weiter. Verbrachten einen heißen Tag am Skadarsee und stiegen in einen noch heißeren Nachtzug nach Belgrad. Im Abteil müffelte es schon ganz schön. Aber das könnte auch an den Stinkefüßen der vier Mitreisen und unseren vier Duftpfötchen gelegen haben, an der Tatsache, dass wohl alle schwitzen und ihren Urlaub ausdünsteten in das enge stickige Abteil. Der Rucksack mit dem Käse wurde auf die obere Ablage neben der obersten Liege befördert. Da war es richtig schön warm, denn warme Luft zieht ja immer schön nach oben. Mein Mitreisender behauptet, er hätte die ganze Nacht von Käse geträumt. Ich halte das für eine Lüge. Nicht zu verleugnen war der Geruch dann allerdings, als ich den Rucksack wieder sattelte und wir ausstiegen. Es stank extrem käsig. Ich stank extrem käsig, wenn ich den Rucksack auf dem Rücken hatte. Der Käse sah so nicht viel von Belgrad. Gleich am Bahnhof neben den Toiletten landete er in einem Mülleimer. Hoffentlich hat sich kein Penner den Magen dran verdorben. Das Käsewasser hatte sich indessen durch drei Plastiktüten in meinen Rucksack durchgearbeitet und ihn durchtränkt. Ich wurde den Geruch nicht los. Ich hätte jeder Käseverkäuferin auf dem Markt das Geschäft für den ganzen Tag ruinieren können, wenn ich mich einfach nur neben ihren Stand gestellt hätte, meinte mein Reisebegleiter.

Die gute Nachricht ist: Der Rucksack ist von allein wieder geruchsneutral geworden. Die schlechte: Wir hatten bloß ein paar Häppchen vom Käse gegessen. Schade.

Mittwoch, 20. August 2014

Ein Umweg nach Hause – Montenegro Tag 6

Bevor es wieder Richtung Heimat ging, fuhren wir erstmal fast nach Albanien. Genauer gesagt, wollten wir zum Skadarsee. Wir warteten morgens in Cetinje auf einen Bus nach Podgorica und nahmen von dort – blöde Entscheidung – den Bummelzug nach Virpazar. Der hielt bei jeder angepflockten Ziege, während er Richtung Meer ratterte. Vor der Abfahrt hatten wir noch ausreichend Zeit in Podgorica um zu entscheiden, dass wir noch am gleichen Abend nach Belgrad zurück fahren wollten und uns die letzte Nacht in Virpazar schenkten. Ohne den Nationalpark gesehen zu haben, war dies eine gute Entscheidung. Ein paar falsche sollten noch folgen, aber so ist das nun mal. Beispielsweise die, einen stinkigen überfüllten Zug Richtung Küste zu nehmen. Dann die, vom Bahnhof in Virpazar entlang Straße beziehungsweise direkt an den Bahnschienen Richtung Ortschaft zu laufen, den Giftschlangenfeldweg rechts liegen lassend.

In Virpazar leben die Leute vom Tourismus. Es gibt ein paar kitschige Stände mit Rakija, Honig und Souvenieren. Es gibt einen Fahrradverleih mit äußerst klapprigen Gefährten. Es gibt eine Menge Bootstouren, ein paar Übernachtungsmöglichkeiten und Restaurants. Außerdem einen Supermarkt. Zuerst verschafften wir uns einen Überblick über die Bootstouren. Fragten hier, fragten da. Sollten bei dem einen nur noch eine halbe Stunde warten, dann würden wir fahren. Aßen also in der Zwischenzeit noch zu Mittag. Nur um dann zu erfahren, dass leider keine Tour gehe. Nahmen dann den anderen teureren, der aber eine Privattour für uns zur ehemaligen Gefängnisinsel machte. Wir sahen unzählige Wasservögel – Pelikane leider nicht, aber dafür eine Menge Komorane. Wir konnten viele Bilder knipsen, durften uns auch selbst mal für ein Foto ans Steuer setzen und wurden auch vom Kapitän abgelichtet, damit wir ein Bild hatten, wo wir zu zwei drauf waren. Die Tour war sehr schön und eigentlich war es auch ganz nett, so allein zu fahren. Ich weiß leider nicht mehr, was es kostete, aber es war natürlich teurer, als die organisierte, die 10 Euro pro Person gekostet hätte.
Nach der Bootstour wollten wir es noch mal mit Radeln probieren. Die klapprigen Leihräder brachten uns an der Küste entlang ins nächste Dorf, wo überall Buden standen, an denen man Rakija und Wein kaufen konnte. Meist übernahmen Jugendliche den Verkauf. Ob sie wohl auch heimlich naschten? Bis zum Strand schafften wir es nicht, denn ich hatte ein wenig Angst, dass wir den Zug verpassen würden. Wir gaben die Räder schließlich vorzeitig wieder ab, was kein Verlust war bei den Schrottmühlen. Vorher entdeckten wir aber noch einen anderen Radverleih, dessen Räder sehr viel brauchbarer aussahen. Es war eben der Tag der falschen Entscheidungen, irgendwie. Am Touristenmarkt im „Zentrum“ von Virpazar kaufte ich noch Honig und im Supermarkt dann Wein und die leckere Eurocreme zum mit nach Hause nehmen. Denn jetzt musste ich ja den Rucksack nicht mehr weit schleppen und konnte mir ein paar Kilo mehr leisten.
Ich hatte etwas Angst, dass wir in Podgorica den Anschlusszug nach Belgrad verpassen würden, also machten wir uns recht früh auf den Weg zur Haltestelle. Diesmal nahmen wir den Giftschlangenpfad. Vorher hatten wir nachgefragt, wie man zum Bahnhof kommt ohne überfahren zu werden.
Ein längerer Besuch in Virpazar hätte sich sicher auch gelohnt, man hätte eine längere Radtour machen können und baden gehen können, eine längere Bootstour ebenfalls. Man hätte auch ein bisschen wandern können oder den Abend mit Aussicht auf den See und einem lokalen Wein genießen können. Irgendwie war aber bei uns die Luft raus – die Rückfahrt stand an und damit der Wunsch, doch schnell wieder in Temeswar anzukommen.


So schnell sollte das dann nicht passieren. Obwohl mit dem Zug alles klappte und wir rechtzeitig für den Anschlusszug in Podgorica waren, mussten wir dann doch ewig warten, denn der Anschlusszug kam nicht. Als er dann kam war unser 6er-Abteil schon mit vier anderen Leuten besetzt und sehr warm und stickig. Wir standen noch ein wenig im Gang und staunten über Berge, Brücken, Landschaft und dieses wunderschöne Land. Außerdem genehmigten wir uns eine Käsesemmel im Bordbistro. Warum ein Brötchen mit einer Scheibe Käse als „Sandwich“ bezeichnet wurde, gibt mir noch jetzt ein Rätsel auf. Wieder im Abteil stellte sich heraus, dass einer der anderen Fahrgäste Kampfchrist war. Er versuchte meinen Reisebegleiter davon zu überzeugen, dass er mich schleunigst heiraten sollte. Zu seinen anderen Äußerungen zählten die Meinung, dass Serben schon zivilisiert waren, als Deutsche noch im Mittelalter lebten – die haben nämlich schon viel eher mit Messer und Gabel gegessen – und dass Jugoslawien die UNO gegründet hat. Ach ja, gegen Homosexuelle hatte er natürlich auch was. Dabei hatte das Gespräch ganz harmlos mit Gebrauchtwagen angefangen... Irgendwann hielt der Christ dankenswerterweise die Klappe und wir schliefen ein wenig.

In Belgrad gab es so schnell keinen Anschlusszug und so zogen wir durch die Stadt. Wir aßen einen (vegetarischen) Döner an der Knez Mihailova und gingen noch ein wenig zur Kalemegdan. Es herrschte regnerisches Wetter. Zwar war das eine nette Abkühlung nach einigen Tagen brütender Hitze, aber so richtig toll dann auch wieder nicht. Schließlich begaben wir uns doch zum Bahnhof „Dunav“ um den Zug nach Temeswar zu erwischen und stellten nach einer Weile fest, dass wir eine Stunde zu früh dran waren. Umdrehen lohnte da aber nicht mehr und so gammelten wir ein wenig am Bahnhof herum. Als wir schließlich Umsteigen und Passkontrolle hinter uns gebracht hatten und nach Ewigkeiten in Temeswar ankamen, war das schon ein gutes Gefühl, da zu sein. Vielleicht hätten wir nicht geizen sollen und auch für die Rückfahrt wieder einen Transfer mit Gea-Tours organisieren.

Montag, 18. August 2014

Kotor und Umgebung - Montenegro Tag 4 und 5

(Das Bild hat man Reisegefährte gemacht.)

Als wir am nächsten Morgen aufwachten, lag Rauch über der Bucht. Es hatte wohl am anderen Ufer gebrannt. Wo auch immer der Rauch herkam, man konnte ihn für Nebel halten, der der Bucht einen romantischen Schleier überwarf. Wir hatten uns die Besteigung des Vrmac vorgenommen. Das ist der Berg, der zwischen Tivat und Kotor auf der Landzunge liegt. Wir starteten zeitig und stiegen beharrlich auf. Es dauerte Stunden. Wir waren verschwitzt, die Sonne nervte uns, und der Weg nahm kein Ende. Es kamen uns auch fast keine Menschen entgegen und auch sonst sahen wir nur wenige – so eine blöde Idee hatten wohl nicht viele gehabt. Wir trabten also so dahin und je näher wir dem Gipfel kamen, desto mehr Tierkacke lag auf dem Weg. Wir tauften den Berg kurzerhand in Mount Klo um. Von oben hatte man natürlich eine fantastische Aussicht über Kotor und Richtung Meer.
Ich habe trotzdem irgendwie nur ein einziges Bild gemacht, eine Panaromaaufnahme. Aber das ist weniger verwunderlich, wenn man bedenkt, dass wir immer mit zwei Kameras unterwegs waren. Nach dem stundenlangen Aufstieg hatten wir gar keine Lust auf den stundenlangen Abstieg. Wir trotten so vor uns hin, als zwei Hunde uns beinahe anfielen, wären sie nicht angekettet gewesen. Es gab ein Haus und offenbar wohnte hier auch jemand. Eine Frau war an der Gartenpforte zu sehen. Unser Wasser neigte sich dem Ende zu, also fragte ich sie, ob sie welches hätte. Die geschäftstüchtige Frau meinte, es gäbe irgendwoe eine Quelle, aber ob wir vielleicht Käse haben wollen? Und hier nahm die Käsegeschichte ihren Anfang, die aber separat erzählt werden sollte. Wasser bekamen wir jedenfalls keines und die vermeintliche Quelle fanden wir auch nicht.
 

Nach dem Käsekauf, trotteten wir weiter den Berg herab und verliefen uns im nächsten, zugegeben niedlichen, Dorf gleich mal. So sahen wir immerhin die Kirche. Wirklich, man konnte kaum sagen, ob das hier ein montenegrinisches oder italienisches Bergdorf sein sollte. Wir marschierten weiter und weiter und weiter – und auf einmal geschah das Unfassbare: Ein Auto tauchte auf. Ich winkte sofort, dass wir mitgenommen werden wollten, denn nach fast 18km überwiegend Aufstieg hatten wir wirklich genug. Die Männer brachten uns nach Tivat und wir ließen uns am Strand absetzen. Damit war der Wanderausflug offiziell beendet. Die Tour ist ganz nett, aber der Aufstieg ist wirklich anstrengend und viel gibt es nicht zu sehen, bis man oben ist. Es gibt bestimmt bessere Wanderwege in der Umgebung von Kotor. Eine nette Abwechslung ist das Dorf zwischen Berg und Mount Klo, äh, Vrmac. 

Gleich an der Straße, wo wir uns hatten absetzen lassen, war auch noch ein Supermarkt. Dort deckten wir uns ersteinmal mit Nahrung und Wasser ein. Dann sprangen wir ins Wasser und nach dieser Abkühlung ging es zurück zur Unterkunft. Mit dem Bus, der etwa stündlich an der Küstenstraße entlang von Tivat nach Kotor fährt, fuhren wir nach Muo und ließen uns direkt vor der Haustür absetzen. Wir gingen uns frisch machen und waren bereit für das nächste Abenteuer – eine kleine Radtour entlang der Küste. Wir suchten eine ganze Weile, bis wir einen Radverleih fanden und nahmen schließlich für 10 Euro pro Fahrrad zwei akzeptable Exemplare. Angeblich gibt es noch einen anderen Radverleih, den fanden wir aber nicht. Zehn Euro für die zwei klapprigen Räder war jedenfalls schon ganz schön viel. Wir fuhren an Kotor vorbei und noch ein ganzes Stück weiter Richtung Dobrota. Die Strecke ist gut zum Spazierfahren und unterwegs gibt es hübsche Villen und eine schöne Strandpromenade. Schließlich brachten uns die Drahtesel zurück zur Unterkunft. Von dort gingen wir noch in das Restaurant gegenüber und gönnten uns Risotto mit Meeresfrüchten respektive Scampi, Rakija und Wein. 

Am nächsten Morgen hieß es weiter nach Cetinje. Von dort wollten wir zum Njegos-Mausoleum im Lovcen-Nationalpark. Wir brachten morgens die Räder zum Fahrradverleih, von dort waren es nur wenige Schritte bis zum Busbahnhof. Im Bus stellte mein Reisegefährte fest, dass er sein Tablet in der vorherigen Unterkunft vergessen hatte. Wir fuhren trotzdem erstmal nach Cetinje und von dort mit einem Taxi für 20 Euro hoch zum Mausoleum. Der Preis ist ok, bei zwei Leuten macht das 10 Euro pro Person hin und zurück mit Wartezeit zum Besuch der Anlage. Wir staunten in alle Richtungen, suchten das Meer, den Skadarsee und Podgorica, Sachen, die man von oben alle sehen müsste. Und wir fanden sie auch alle. Eigentlich hat man von dem Berg einen guten Überblick über fast ganz Südmontenegro, den bergigen Nordteil ausgenommen. 
 


Das Mausoleum an sich ist gigantisch, und die Statuen von dem gleichen Bildhauer, der auch den Avala-Hügel bei Belgrad gestaltete, beeindrucken. Ivan Meštrović ist ein sehr bekannter Bildhauer in Serbien und zu seiner Zeit international sehr erfolgreich. Wenn man mit jugoslawischer Geschichte nicht soooo viel anfangen kann und vor allem nicht mit dem Dichterfürsten, bleibt das Mausoleum eher eine Randnotiz. Nachdem das abgehakt war, begaben wir uns wieder nach unten, also nach Cetinje. Dort ruhte ich mich ein wenig aus und mein Reisegefährte begab sich zurück nach Kotor, um das verlorengegangene Tablet einzusammeln. Cetinje an sich beeindruckte mich jetzt nicht besonders. Es war einst die Hauptstadt gewesen, aber inzwischen war es zwar viel hübscher als Podgorica, aber absolut schnarchlangweilig. Einen einzigen Platz gab ich, auf dem ich so etwas wir städtisches Leben ausmachen konnte. Die Montenegriner verbringen ihren Sommer am Meer und im Binnenland ist dann kaum mehr was los. 


Donnerstag, 14. August 2014

Höhenflüge in Montenegro – Tag 3

Am Morgen des dritten Tages begaben wir uns gleich zum Strand, denn wir wollten Parasailing probieren. Ich hätte es sicher allein nie gemacht, weil es ganz schön teuer war, aber mein Reisebegleiter bestand darauf und so machte ich natürlich mit. Wir warteten eine Weile am Strand, bis ein Boot und Parasailing-Schirm frei waren. Dann ging es auch für uns los. Ohne Schuhe, mein Begleiter nur in Badeshorts, ich in Jeansshorts, wurden wir mit den Sicherungsgurten um Beine und Bauch ausgestattet. Mein Gefährte bekam noch einen Helm mit Actioncam auf den Kopf, dann konnte es losgehen. Der Schirm war im Wind rasch entfaltet und zog uns in die Höhe, sobald die im Boot mehr Seil ließen. Mir schlug das Herz wie wild und ich atmete heftig. Es ging ganz schön hoch. Der Anblick war wirklich beeindruckend. Wir drehten ein paar Schleifen zwischen Sankt Nikolaus und der Budvarer Bucht. Am Ende holten sie das Seil langsam wieder ein, nicht ohne uns noch einmal kurz ins Wasser zu tütschen mit dem Hosenboden – ich bin mir ziemlich sicher, dass eine kleine Landung mit dem Hintern im Wasser voll einkalkuliert war. Blöd nur, dass ich Jeans und keine Badehose anhatte, die blieb dann relativ lang nass. Wir wurden dann an Bord geholt und erhielten die Möglichkeit, für teuer Geld das Video der Helmkamera und die Fotos, die jemand vom Boot aus gemacht hatte, zu erwerben. Natürlich wollten wir die haben, es war ja schließlich eine ziemlich einmalige Sache gewesen. Clever trotzdem, nochmal Geld zu machen. 



Da unser Geld nicht mehr reichte, mussten wir später nochmal zurück kommen, und die Fotos holen. Das mussten wir aber sowieso, denn ich hatte in der ganzen Aufregung auch meine Schuhe stehen lassen und war nur in Flip Flops zurück zur Unterkunft getrottet. Gleich nach dem Fotos holen und Schuhe wechseln gingen wir zum Busbahnhof, um einen Bus nach Kotor zu nehmen. Über gewundene Bergstraßen ging es zu unserer nächsten Station. 

Kotor war wirklich wunderschön. Die Altstadt noch viel mehr Altstadt, die Bucht noch viel mehr Bucht. Das Wasser war natürlich nicht so sauber, es war ja auch eine Hafenstadt und kein Badeort.
Unsere Unterkunft lag ein ganzes Stückchen vom Busbahnhof entfernt und so richtig hatten wir keine Ahnung, wo. Irgendwo entlang der Straße in Muo. Obwohl ich erst meinte, es würde zu nichts führen, fragten wir ein paar Mal und kamen schließlich nach einem bestimmt zwei drei Kilometer langen Marsch an. Unterwegs kamen wir unter anderem an einem halb verrotteten Kriegsschiff vorbei. Die Gastgeberin servierte uns sofort Limonade und zeigte uns das gemütliche Zimmer unterm Dach. Nach der anstrengenden Suche wollte ich nichts sehnlicher, als ins Wasser springen. Wie gesagt, das Wasser war nicht so toll und einen Strand gab es hier keinen, dennoch wagte ich mich ins Wasser. 

Danach hieß es noch Kotor zu erkunden. Wir gingen in die Altstadt und hoch zur Festung. Wir wollten es schaffen, bis es dunkel war und es war wirklich ein ausgezeichneter Zeitpunkt: Gerade, als wir oben waren, ging die Sonne unter. Als wir oben waren, war ich auch schweißgetränkt, denn die über 1000 Stufen waren anstrengend gewesen. Wir trafen ein paar Rumänen, die uns auf Geckos beim Sonnenbaden aufmerksam machten. Dann hieß es natürlich fotografieren – der Blick auf Kotor von der Festung ist atemberaubend. Wir schlenderten zurück in die Stadt, aßen noch ein unglaublich teures Eis und hörten einer ziemlich schlechten Schülerband zu. Vielleicht sprachen sie auch einfach nur grottenhaftes Englisch, es war jedenfalls kaum zu ertragen. Doch Kotor war nach wie vor schön, besonders die Altstadt. 



Sonntag, 27. Juli 2014

Montenegros Küste entdecken - Tag 2


Am Morgen des zweiten Tages unseres Urlaubs in Montenegro befanden wir uns in Petrovac na Moru. Wir wachten nur weniger Meter entfernt vom Strand in einem kleinen Zimmer mit Bad auf. Zunächst steuerten wir ein Frühstück von einem der Bäcker an der Promenade an. Dann liehen wir gestärkt ein Tretboot, um zu der Insel direkt vor der Bucht zu gelangen, auf der eine kleine Kirche steht. Das war ein Stück zu treten, lohnte sich aber vollkommen. Es gibt eine Anlegestelle mit Seil, wo man das Tretboot festbinden kann. Auf der Insel erklimmt man einige Stufen, dann steht man vor der verschlossenen Kapelle.

Man kann an einem Strick ziehen, um zur Freude der ganzen Bucht die Glocke erschallen zu lassen, was mein Reisebegleiter auch eifrig tat. Ich schaute mich um und genoss es einfach, den zweiten Tag am montenegrinischen Mittelmeer zu sein. Von der kleinen Felsinsel hat man einen fantastischen Blick über die ganze Bucht. Das azurblaue Wasser schillert rund um die Insel und auch Richtung Küste. Auf dem Weg zurück sprangen wir vom Tretboot aus hinein und badeten ein wenig. Von der Insel direkt ins Wasser zu waten, empfiehlt sich nicht, denn schwarze kastanienartige Gebilde unter Wasser an den Felsen deuten auch hier an, dass man nur allzu leicht in einen Seeigel treten könnte. 

Wieder am Strand gaben wir unser Tretboot ab und machten uns schnell auf zur Bootsanlegestelle. Dort brachten wir in Erfahrung, ob wir irgendwie mit dem Boot nach Budva gelangen konnten. Wir wollten lieber Wasser-Taxi fahren als Linienbus. Ein Ausflug an der Küstenlinie erschien uns reizvoll und wir wollten zumindest mal den Preis erfragen. Wenn es zu teuer wäre, könnte man immer noch Bus fahren. Sechs Euro pro Person sollte es schließlich kosten, wir würden auf eine Tour zur Insel St. Nicholas mitgenommen werden und in Budva herausgelassen. Ein bisschen Zeit hatten wir noch, ehe es losging und so versorgten wir uns noch mit einem schnellen Mittagessen bestehend aus Gebäckstück respektive Pizza. 

Das Boot, das wir nahmen war glücklicherweise mit einem Dach versehen, zudem mit einem Boden, der zum Teil aus Glas war, so dass man die Unterwasserwelt beobachten konnte, jedoch nur, wenn das Boot entsprechend langsam fuhr. Es war auch voll besetzt und wir hatten Glück, noch zwei gute Plätze zu erwischen. Wir fotografierten viel und genossen den Fahrtwind und den Ausblick. Die Ansagen in schlechtem Englisch verstanden wir nicht wirklich. Auf dem Weg nach St. Nicholas ging es auch an St. Stefan vorbei. Dies ist die berühmte Hotelinsel, in deren Hotels Stars und Sternchen absteigen und die man nur besuchen darf, wenn man Gast der Nobelherbergen ist. Sie fehlt praktisch auf keinem Prospekt und in keinem Werbefilm von Montenegro. Vermutlich ist die Sicht darauf von der Küste sogar besser, aber auch hier machten wir ein paar Bilder. Dann ging es weiter nach St. Nicholas. 
Die Insel verfügt über viel Strand und ist ein beliebtes Ausflugsziel von Budva. Irgendwie sieht sie ein bisschen wie ein gekenterter Tanker aus. Also wie irgendetwas riesiges, was kurz vor der Küste umgekippt ist und nun halb herauragt aus dem Wasser. Als wir die Insel ansteuerten verließen fast alle das Boot. Ich bekam es schon mit der Angst zu tun, denn wie sollten wir denn von der Insel an Land gelangen, wenn wir auch rausmüssten? Wir konnten aber an Bord bleiben und erhielten eine leider nur wenige Minuten dauernde exlusive Überfahrt nach Budva. Die Stadt schien wirklich schön. Vom Landungssteg schlugen wir einfach eine beliebige Richtung ein. Als wir die Strandpromenade aber schon komplett durchquert hatten, beschlossen wir, doch mal in Erfahrung zu bringen, wo die Unterkunft sei, in der wir reserviert hatten. Bei einer Post gab es kostenloses W-Lan und so hatten wir uns flugs orientiert. Nachdem wir dann ewig einen Berg in ein Wohngebiet hochgekraxelt waren, beschlossen wir, uns einfach durchzufragen. Das führte dann auch zu mehr Erfolg und wir fanden das etwas versteckt gelegene Hostel. 

 
Nach dem Duschen gingen wir noch die Altstadt erkunden und besuchten die Festung. Hier gab einen wunderschönen Ausblick über die Küste und Budva.Das Abendessen nahmen wir schließlich in einem traditionellen Restaurant ganz in der Nähe unserer Unterkunft zu uns. Der Service war mal wieder vortrefflich, das Essen lecker und der Rakija gut. Nachher schlenderten wir noch am Yachthafen und in der Altstadt herum, denn bei Nacht sah alles noch einmal ganz anders aus. 


Sonntag, 20. Juli 2014

Auf geht's nach Montenegro! Tag 0 + 1

Anreise

Eigentlich wollten wir mit dem Zug von Belgrad nach Bar oder Sutomore fahren. Da aber der Zug derzeit eine Umleitung fährt und bereits um 18:05 startet und ich erst 16 Uhr von der Arbeit wegkonnte, mussten wir nach einer Alternative suchen, denn wir mussten ja auch noch von Temeswar aus bis Belgrad kommen. Also wollten wir stattdessen von Belgrad den Nachtbus nehmen. Timisoara – Belgrad ist ohne eigenes Auto hauptsächlich auf zwei Wegen möglich: mit Shuttle Bus von Gea Tours oder mit dem Zug und Umsteigen in Vrsac. Da der Zug sehr lang braucht und nur zwei mal täglich fährt, bestellten wir eine Woche vorher ein Shuttle von Gea Tours. Einen Tag vor Abreise wurde uns das bestätigt, wenn auch eine Stunde früher als wir ursprünglich fahren wollten. Eigentlich sollte es schneller gehen als mit dem Zug, weil wir aber ewig einen vierten Fahrgast ohne Mobiltelefon an Busbahnhöfen und Tankstellen suchten und uns dann noch kurz verfuhren, dauerte es auch fast vier Stunden.

Auf zum Meer!
Angekommen in Belgrad hasteten wir zum Busbahnhof, um ein Ticket für den Nachtbus zu erwerben. Reservierungen aus dem Ausland sind scheinbar nicht möglich, daher muss man sein Ticket dort kaufen. Allerdings klappt das scheinbar gut, wenn man ein paar Stunden vorher da ist. Wir hätten in zwei verschiedenen Bussen zwei Plätze bekommen können und wir waren nur etwa zwei Stunden vorher da. Beim Fahrkartenschalter im Busbahnhof kann man nur mit Serbischen Dinar zahlen, es gibt aber eigentlich direkt im Busbahnhof einen Bankomaten und Wechselstuben. Der Bankomat funktioniertenur leider nicht, wir fanden den nächsten im Bahnhof, der sehr nah am Busbahnhof liegt. Beim Einsteigen in den Bus wurden noch einmal 100 Dinar pro Gepäckstück fällig, was im Laderaum verstaut wurde.

Der Bus tuckerte Richtung Küste und war glücklicherweise nicht allzu voll, so dass wir in der zweiten Hälfte der Reise je zwei Sitze in Anspruch nehmen können und uns in der (laut meinem Reisegefährten) Stellung „toter Hund“ zum Schlafen legen konnten. Die Fahrt ist mir irgendwie als etwas unwirklich im Gedächtnis geblieben. Es war schon bei Abfahrt ziemlich dunkel, kurz darauf konnte man gar nichts mehr sehen. Wir waren die einzigen Nicht-Jugoslawen im Bus, so schien es zumindest. Bei Sonnenaufgang fuhren wir durch atemberaubende montenegrinische Gebirgslandschaften, leider fielen mir die Augen vor Müdigkeit immer wieder zu. Irgendwann hatten wir dann tatsächlich Podgorica erreicht, und dann war es am Skadar-See vorbei nicht mehr weit bis runter zur Küste. Gleich an der ersten Haltestelle an der Küste sprangen wir aus dem Reisebus und warfen die Rucksäcke nach einem kurzen Fußmarsch an den Strand von Sutomore.

Der erste Urlaubstag startet perfekt

Der Urlaub begann wie wir es uns vorgestellt hatten – noch vor neun Uhr badeten wir im Mittelmeer. Unsere Rucksäcke lagen faul am Strand rum, wir mampften daneben ein paar Leckereien vom Bäcker und stürzten uns in die Fluten. Nachdem ich erfolglos eine öffentliche Toilette gesucht hatte und nur ein ekliges Dixieklo gefunden hatte, liehen wir uns noch ein Tretboot und schipperten ein wenig auf dem Meer herum. Zahlreiche Felsen wollten erkundet werden, wobei ich mich aufgrund der scharfen Kanten an den Steinen und der Seeigel nicht darauf traute. Die Seeigel sah man im klaren Wasser sehr gut, aber vielleicht gab es doch noch irgendwo versteckte tückische oder solche, die aus dem Hinterhalt angriffen. Meine zarten Zehen blieben an Bord. Vom Boot ins Wasser zu springen machte dafür umso mehr Spaß, weil man nicht erst durch harte Kiesel oder anschmiegsame Algen musste, ehe man schwimmen konnte. Es sollte nicht das letzte Mal sein, dass wir uns ein Tretboot mieteten.

Die montenegrinische Flagge in Petrovac
Wir genossen in Sutomore noch Milkshakes und Eis, dann ging es weiter nach Petrovac. Sutomore an sich war kein besonders schöner Ort gewesen und auch der Strand war kein Hingucker. Der Ort war eben vor allem touristisch, man sah kein Gebäude, das nicht touristisch genutzt wurde, vor allem an der Küstenmeile. Von der Bushaltestelle bis zum Strand zog sich ein Tourimarkt. In Petrovac angekommen stellten wir fest – hier ist es schön. Die Häuser waren stilvoller, die Hotels eher Villen als Klötze, es gab so etwas wie historische Bausubstanz. 

Der Weg ist gefährlich...
Nachdem wir unser Zimmer direkt am Strand bezogen hatten, brachen wir noch zu einer Bucht auf, die als Geheimtipp galt. Ein absoluter Geheimtipp ist es wohl kaum mehr, das verrät auch die Baustelle eines Riesenhotels, die die Bucht verschandelt, aber immerhin hat man hier relativ seine Ruhe, verglichen zum Sardinenliegen am Hauptstrand von Petrovac. Man erreicht die Bucht nach einem Spaziergang in Richtung eines Klosters, der auch durch einige unbeleuchtete Tunnel führt. Hier ist es angebracht, Licht mitzunehmen, an einigen Stellen sieht man tatsächlich die Hand vor Augen nicht mehr. Bevor man das Kloster erreicht, gibt es einen tollen Strand, wo sich nur wenige Leute aufhalten. Mal sehen, wie lange das noch so ist. Auf dem Weg kommt man an einer noch fantastischeren Bucht vorbei, diese ist aber eigentlich nur vom Meer aus oder an der Küste entlang auf den Felsen vor der Küste zu erreichen. Mit dem Tretboot würde es sicher auch gehen, aber sicher eine Weile dauern. Nachdem wir den Rückweg angetreten hatten gingen wir am Abend an der Petrovacer Promenade noch fürstlich und mit vortrefflicher Bedienung speisen. 

Am Ende entschädigt die Aussicht aber vollkommen.
Und der Strand erst! Leider nicht mehr lange so...


Samstag, 19. Juli 2014

Berge und Meer – Montenegro im Juli 2014

Nach einigen Jahren sehnsuchtsvollen Schmachtens habe ich es endlich geschafft, das Land zu besuchen, dass ich so lange sehen wollte. Montenegro erfüllte die übertriebenen Erwartungen, die ich daran hatte, vollkommen. Klar ging auch mal was schief, aber im Großen und Ganzen war es ein fantastischer Urlaub.



Wir starteten von Temeswar über Belgrad nach Sutomore, dann immer an der Küste entlang zuerst nach Petrovac na Moru, dann Budva und Kotor. Schließlich gab es noch einen Abstecher nach Cetinje, oder besser gesagt zum Lovcen Nationalpark, um dann am letzten Tag über Podgorica nach Virpazar zum Skadar-See zu fahren. Die detaillierte Reisebeschreibung folgt in mehreren Posts...