Es gibt Orte, da fühle ich mich wohl. Und dazu gehört das Gelände von Kirchenburg und Pfarrhaus in Holzmengen. Ich war jetzt dreimal dort und wäre es gern öfter, wenn es nicht so verdammt weit weg von meinem derzeitigen Lebensmittelpunkt wäre.

Seit drei Jahren findet in Holzmengen das Holzstock-Festival statt. Ich war nun schon zweimal dabei. Beide male waren voll von guter Musik, interessanten Begegnungen, guten Gesprächen, entspannter Athmosphäre... Und eigentlich ist es die Athmosphäre, die besonders dann ensteht, wenn Jugendgruppen vor Ort sind, die Holzmengen für mich zu einem Lieblingsort machen. Dann gibt es Lagerfeuer vor der Scheune und das warme Brot kommt vom Team der "Alten Mühle".

Falls ich mal wirklich eine Auszeit brauche, wenn ich oder besser falls ich mal mein erstes Burn-out habe, eine schmerzliche Trennung hinter mir oder einfach so richtig die Schnauze voll vom Hamsterrad der Lohnarbeit, möchte ich gern in Holzmengen Burghüterin sein für ein paar Wochen. Dann werde ich auf der Treppe vorm Pfarrhaus sitzen und Tagebuch schreiben, mir eine Hängematte zwischen die Bäume hängen, die Mirabellen vom Baum essen, auf den Kirchturm klettern und den Ausblick genießen, den Blick Richtung Karpaten schweifen lassen und auf der Wiese liegen. Wenn mir langweilig werden würde, würde ich zur Hauptstraße laufen und den Bus Richtung Sibiu nehmen oder versuchen, per Anhalter bis in die Stadt zu kommen.
Und ich würde mich mit den Leuten vom
Holzmengen-Verein, von der
Alten Mühle und von der
Elijah-Organisation treffen und inspirierende Gespräche führen. Ich würde ab und zu mit einer ganz wunderbaren Person am Lagerfeuer sitzen und ein Schlückchen Pflaumenschnaps trinken.
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