Mein Herz ist über den Kontinent verstreut wie das Fruchtfleisch einer großen Melone, die mit Wucht auf dem Gehweg gelandet ist. Aber ein dicker Batzen, vielleicht sogar eine ganze Herzkammer, liegt in Leipzig bei meinen Freunden. Irgendwie scheinen alle gerade beschlossen zu haben, dass es die beste Stadt zum Leben ist und wenn ich ihre wunderschönen Wohnungen sehe, würde ich mich fast anschließen. Dass sie fast alle da sind, hat auch den Vorteil, dass ich viele von ihnen sehen kann, wenn ich mal da bin und dass ich es außerdem genießen kann, durch die Stadt zu schlendern und abends irgendein Bett finde, in das ich fallen kann.
Ob vegane Burger im Deli, feine chinesische Küche im Chinabrenner, simples aber leckeres Abendbrot im Wortsinn im Pilot - ich liebe es, in Leipzig essen zu gehen. Genau diese kleinen netten Sachen, die es in den Bars rund ums Theater überall gibt, vermisse ich in Temeswar schon ein bisschen. Die rumänische Küche ist leider nicht allzu kreativ, habe ich manchmal das Gefühl, die Restaurants nicht experimentierfreudig genug, was vielleicht auch am Publikum liegt.
Einfach in Leipzig zu sein und durch die Stadt zu schlendern macht schon Freude. Wenn man dann noch so nette Menschen um sich hat, die einen Stadtbesuch in ein Heimkommen verwandeln, was will man dann mehr?
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