Freitag, 10. Oktober 2014

Wo Ungarn bergig ist - Pécs / Fünfkirchen

Ich war mit einer Truppe rumänischer Journalisten und einigen Radioworkshop-Teilnehmern im jugendlichen Alter zu einer Kollegin nach Ungarn aufgebrochen. Ich hatte die Stadt noch nie gesehen, war aber gespannt. Der türkische Einfluss musste noch besser sichtbar sein, als hier bei uns in Temeswar. Das Stadtzentrum schöner, die Stadt kleiner, irgendwie gemütlich stellte ich mir Pécs vor. Und ich freute mich darauf, meine Kollegin zu sehen.

Gleich nach der Ankunft und dem anschließenden Mittagessen ging es los auf Stadterkundung. Von der langen Fahrt war wohl nur ich platt, alle anderen schienen mopsfidel. Wir verliefen uns ein wenig in der Stadt, so dass wir gerade so zum nächsten Termin, einer Buchvorstellung, wieder da waren. Am Abend spazierten wir ein wenig durch die Altstadt und sahen uns die Stadtmauern an. Für einen Fröccs reichte die Zeit auch noch. Abends dann fiel ich todmüde ins Bett in unserer Unterkunft, einem Schulinternat.

Am nächsten Tag verbrachten wir die meiste Zeit mit dem Radioworkshop, sahen uns aber auch die Räume des Funkhauses Fünfkirchen an und schauten einmal beim wunderschönen Palatinus Hotel herein. Abends machten wir noch einen kleinen Stadtrundgang. Die Lokale der Pecser Innenstadt wirken sehr einladend. Da es schön warm war, konnte man aber auch vor der imposanten, nächtlich angestrahlten Basilika sitzen und Kürtöskalacs futtern. Die Kopfsteinpflastergassen und Plätze sind verwinkelter als beispielsweise in Temeswar. Das sieht man auch gleich bei einem einfachen Vergleich der Pläne der Innenstadt:



Am letzten Tag blieb noch Zeit für die Erkundung des Zsolnay-Viertels. Das Viertel liegt auf dem Gelände einer ehemaligen Porzellanmanufaktur. Heute beherbergt es Museen und andere Kulturinstitutionen, auch die Kunstuni beispielsweise. Es wurde für das Jahr 2010, als Pecs Europäische Kulturhauptstadt war, hergerichtet. Auf jeden Fall sehr sehenswert, zum Einen wegen der interessanten Industriearchitektur im Mix mit majestätischen Villen, zum anderen wegen der Keramik, die zu sehen ist.  




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