Bei meiner Ankunft in Fogarasch inspizierte ich zunächst einmal das Büro der Evangelischen Kirche Fagaraş und die Kletterwand in einer Turnhalle, dann ging es auch schon los mit dem Minibus in die Berge. Mit drei Jugendlichen aus Brasov und meinem Kollegen brausten wir nach Bekokten (rum. Barcuţ) und kamen da gegen Abend an. Wir bekamen das Haus gezeigt und probierten ein wenig mit Lichtmalerei und Photographie herum. Die Teilnehmer aus Suceava würden noch eine Weile brauchen und so vertrieben wir uns die Zeit.
Am ersten Workshoptag beschäftigten wir uns dann mit Bau und Funktion von Lochkameras. Ich schoss ein Bild mit einer Lochkamera, auf das ich mächtig stolz bin. Tag zwei war dann der Interviewvorbereitung gewidmet, außerdem gab es eine kleine Fotosafari über die Felder. Und dann am dritten Tag wurde es ernst - wir trafen uns in Zweiergruppen jeweils mit einer Person aus der deutschen Minderheit und führten ein Interview mit ihr. Außerdem, und das war vielleicht das Wichtigste, sollten wir viele Fotos von ihr und ihrer Umgebung machen. Ich erwischte mit meiner Partnerin eine sehr junge und sehr nette Frau, die für die evangelische Kirche arbeitet und mir mal wieder eine neue Perspektive auf die Siebenbürger Sachsen gab.
Für den Rest der Zeit verschwand immer ein Teil von uns in der Dunkelkammer, so dass wir wirklich den ganzen Prozess von Einstellen der Tiefenschärfe und Blende übers eigentlich Fotografieren bis hin zum Entwickeln und auf Fotopapier vergrößern mitmachen konnten. Das war super spannend und echt lehrreich. Und jedesmal, wenn man das Fotopapier in den Entwickler warf, auch irgendwie magisch.

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