Seite heute ist auf meinem Personalausweis vermerkt, dass ich jetzt hier lebe - in Halle an der Saale. Ein neues Jahr, ein neuer Ort, neues Glück? Ich fühle mich wohl hier und war sehr zufrieden, als ich aus dem Rathaus hinaustrat auf den weiten Marktplatz. Halle ist ein echt hübsches Städtchen, wie ich auf Spaziergängen durch die Gassen feststelle, aber auch beim Blick aus meinem Panoramafenster zugeben muss. Und die Aussicht geht immerhin auf den Anlieferbereich eines Super- und eines Elektromarkts, nichts, was besonders reizvoll wäre.
Ich kann mir vorstellen, es hier ein Weilchen auszuhalten. Zumindest so lange, bis mich die Wanderlust wieder packt. Ich bin noch etwas vorsichtig, mich hier niederzulassen, aber das ist wohl meine Angst, mich an einen Ort zu binden. Zur Begrüßung gab es übrigens in der Stadtverwaltung heute zwei Freikarten fürs Theater und eine für den Zoo, sowie Stadtpläne und Werbung vom örtlichen Energieversorger. Den werde ich leider enttäuschen müssen, denn bei mir soll nur Ökostrom aus der Dose kommen und zwar wirklicher Ökostrom und keiner von einem Anbieter, der nebenbei auch in Atom- und Kohlestrom investiert. Der Ökostrom des "lokalen" Energieanbieters wird übrigens in Norwegen produziert. Ich werde im Flyer trotzdem darauf hingewiesen: "Zugleich fördern Sie damit die Entwicklung von Anlagen zur umweltschonenden Stromerzeugung in Halle." Mit dem Strom aus Norwegen? Da schau ich lieber mal bei utopia vorbei und finde eine Liste der besten Ökostromanbieter. Aber im Willkommenspaket sind auch noch andere, nützliche Dinge - ein Liniennetzplan von Halle, ein Flyer vom Landesmuseum für Vorgeschichte und für den Willkommens-Treff für Neu-Hallenser. Ich verstehe mich lieber als Neu-Hallunkin, aber vielleicht geh ich trotzdem mal hin.

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