Eine neue Stadt, wieder einmal. Es reizt mich gerade, auszurechnen, die wievielte eigentlich. Seit ich Abitur gemacht habe, das war grob vor zehn Jahren, habe ich in fünf Städten gelebt und immer mal ein paar Monate im ländlichen Gebiet, also an sechs Orten. Die Hälfte davon im Ausland. Ich habe in sieben verschiedenen Wohnungen, einem Haus und zweimal im (gleichen) Studentenwohnheim gelebt, also in neun verschiedenen Gebäuden. Ich habe im schönen Altbau gelebt und im kommunistischen Block, in einem Haus für mich allein, in verschiedenen WG-Zimmern und in einem Doppelzimmer im Studentenwohnheim. Ich könnte nicht sagen, dass das eine oder das andere besonders gut oder schlecht gewesen wäre - alles war eine wichtige Erfahrung.
Und nun steht der nächste Umzug an. In eine neue Stadt, die ich sofort ins Herz geschlossen habe. In den letzten Tagen fügte sich einfach alles. Ich habe erst diesen Job bekommen, den ich richtig gern machen wollte, dann die Möglichkeit, für eine Woche in der Nachbar-WG von einem Freund zu übernachten, dann das Angebot, die Wohnung von einem Kollegen zu übernehmen. Ich zweifle gerade ein bisschen, ob ich das annehmen soll, aber dann ist es einfach zu verlockend, weil es so einfach wäre. Und irgendwie bin ich grad so im "Flow", dass ich zögere, auszusteigen. Ich kann auf jeden Fall erstmal da wohnen in der nächsten Woche, also ist dahingehend die Versorgung auch gesichert. Außerdem kann ich mir noch ein paar Tage überlegen, ob es wirklich das Richtige für mich ist.
Einzig die Gestaltung vom nächsten Wochenende ist noch ein bisschen schwierig. Da ja mein Auto erstmal nicht mehr fahrbereit ist, muss ich mich mittelfristig um dessen Entsorgung kümmern und kann es nicht mehr für die Heimreise benutzen. Ich müsste aber eigentlich mal zu Hause vorbei schauen, weil ich für die nächste Arbeitswoche saubere Klamotten brauche und vielleicht sollte ich auch den Briefkasten mal leeren. Nur komme ich eben nicht bis nach Hause ohne Auto, einer der negativen Nebeneffekte des Landlebens. Wenn ich dann erst wieder in der Stadt lebe, kann ich zwar keine Äpfel aus dem eigenen Garten verspeisen, aber zu Fuß zum Bio-Laden laufen.
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