Gestern Abend war ich mit Freunden zum Konzert von Svavar Knutur im Horns Erben in Leipzig. Ich kannte ihn vorher nicht und habe mir nur ein paar Youtube-Videos angeschaut. Schnell wurde klar - der Typ hat einen sehr seltsamen Humor. Zwischen wunderbar melancholischen Singer/Songwriter Stücken, die er allein mit seiner Gitarre oder Ukulele auf der Bühne darbringt, erzählt er die verrücktesten Geschichten. Kaum beginnt er ein Lied, auf Englisch oder Isländisch, versinkt man seelig lächelnd in der Melodie. Kaum macht er denn Mund auf, um zwischen den Lieder was zu erzählen, macht sich ein breites Grinsen auf dem Gesicht breit und vereinzelt schlägt sich sogar ein lautes Lachen seine Bahn nach draußen. So moderierte er seine ersten drei Lieder mit der Ansage an, dass er mit drei essentiellen Dingen beginne: Weltschmerz, Waldeinsamkeit und Wanderlust. Oder er meinte, das Musik gesünder sei als Sport und es somit gut für die Gesundheit für uns, als Publikum, sei mitzusingen. Ich singe ja sehr ungern, erst recht öffentlich, aber auch ich stimmte ein, beim Refrain von Wanderlust zum Beispiel. Was vom Abend bleibt, sind schöne Melodien im Ohr und verrückte Geschichten im Gedächtnis.
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