Montag, 24. August 2015

Tag 10 - Rückfahrt und Fazit

Auch der schönste Urlaub endet einmal und für mich tat er das nach zehn Tagen. Ich hatte noch einen Tag länger frei, wollte den aber nutzen, um noch ein wenig zuhause in Temeswar zu entspannen, ehe ich wieder auf Arbeit musste. Die Rückfahrt war auch ziemlich lang, ich musste von Saliste bei Sibiu bis zurück nach Temeswar. 

Unterwegs machte ich noch einen Stop bei der Burg in Deva, die auf meiner To-Do-Liste "Rumänien entdecken" stand. Das Witzige an der Burg ist, dass man mit einer Art Lift oder Mini-Schwebebahn hinauf fährt. Oben angekommen gibt es dann einen Weg über Holzplanken durch die Burg, die offensichtlich gerade totsaniert wird. Ich weiß, dass ich mir damit gerade bei den Banater Schwaben keine Freunde mache, weil sie Maria Radna für einen Glücksfall halten, aber ich stimme einem Artikel vom Telegraph in weiten Teilen zu. Er behauptet, dass mit europäischen Fördergeldern die Originalität der Bauwerke zerstört werde und die Restaurierung oft unsachgemäß und billig ausgeführt würde: Ancient Transylvanian buildings brutally revamped at cost to EU taxpayers. Ich habe nun einige Burgen gesehen, die zubetoniert worden sind, einige wunderschöne alte Häuser, die mit Termopan (Kunststoffenstern) verunschönt wurden, und einfach sehr viele grässlich ausgeführte Restaurierungsarbeiten. Sicher gibt es auch Gegenbeispiele, sicher gibt es auch gute Restauratoren (wobei mir ein Rumäne versichert, unter Ceausescu sei das Handwerk in Rumänien gründlich und nachhaltig zerstört wurden), aber viel wird schnell und billig gemacht. Die Rumänen sollten die Schätze, die ihr Land bietet, umhegen, bewahren und stolz darauf sein, denn was einmal "kaputtrestauriert" ist, lässt sich nicht so einfach wieder herstellen. Der Ausblick von oben von der Burg in Deva war schön, nur war ich eben leider eher enttäuscht, dass man statt der Ruine eine weitere "echte Mittelalterburg" für Touristen aufbauen will, offenbar. 

Ich verpasste dann die Abfahrt nach Timisoara und nahm den längeren Weg über Radna und Lipova. Bei der päpstlichen Basilika Maria Radna hielt ich nicht, obwohl ich Teile des Artikels von oben prüfen hätte können, aber ich wollte eigentlich einfach nur gern ankommen. Leider war das nicht so einfach, denn das komplette Stadtzentrum von Lipova ist aufgerissen und man wird über irgendwelche Dreckwege einen guten Kilometer durch die Stadt geschickt, bis man auf eine Nebenstraße in erbärmlichen Zustand gelangt, die Richtung Temeswar führt. Ich ruckelte so vor mich hin, aber irgendwann war ich dann da - was sich nach dieser über tausend Kilometer langen Tour seltsam anfühlte. 

Ich habe bei dieser Reise noch einmal wunderschöne Ecken dieses bezaubernden Landes gesehen. Ich habe mich mal wieder neu verliebt, vor allem in Siebenbürgen. Ich habe entlang des Weges sehr viele nette Menschen getroffen. War ich vorher ein bisschen ängstlich gewesen, allein zu fahren, hat sich wieder mal bewiesen, dass man nie allein ist auf Reisen - denn gerade wenn man allein reist, trifft man besonders viele Menschen am Wegesrand. Wer weiß, wer weiß, vielleicht findet man mich ja bald als Burghüterin auf der siebenbürgischen Kirchenburg... 

Sonntag, 23. August 2015

Tag 9 - Transfagarasean, Bâlea-See, Avrig und Michelsberg


Nach dem Festival in Holzmengen, nach einer Menge netter Momente mit lieben Leuten und nach guter Musik und Tanz, war es für mich wieder an der Zeit, mich Richtung Westen des Landes zu begeben. Nur hatte ich noch ein paar Tage Zeit und ehe ich die Rückreise antreten wollte, sollte es ersteinmal noch ein Stück nach Osten gehen - ich wollte eine der schönsten Straßen der Welt bereisen.

Die Transfagarasan oder Transfogarascher Hochstraße verläuft von Nord nach Süd durchs Făgăraș-Gebirge-Gebirge und ist etwa 90km lang. Ich bin von Richtung Cârțișoara gekommen, die Straße führt bis Curtea de Arges. Sie ist nur für drei Monate im Sommer geöffnet und weist beträchtliche Steigungen auf. Bis zum Bâlea-See kommt man aber auch im Winter, denn eine Seilbahn funktioniert das ganze Jahr und bringt Fahrgäste von der Talstation (Bâlea-Wasserfall / Bâlea-Cascada) zum See. Bis zu diese Station ist auch die Straße im Winter geöffnet. Am See ensteht jeden Winter ein Eis-Hotel mit Iglus und Doppelzimmern, gebaut aus Eisblöcken.

Mein Plan war es, das Auto an der Talstation der Seilbahn stehen zu lassen und mit der Seilbahn hoch zum See zu fahren. Ich stellte also zunächst das Auto ab und suchte den Eingang zur Seilbahn. Dabei fand ich nicht gleich den richtigen Weg und gelangte auf den, der zum Wasserfall führte. Ich fragte ein paar Leute, wo es hinginge und geriet gleich an einen deutschen Auslandslehrer, der in Iasi unterrichtete. Er war mit seiner ebenfalls deutschsprachigen Frau oder Freundin unterwegs und ich schloss mich schließlich an. Ich hatte nichts von dem Wasserfall gewusst und es war ein Glücksfall. Der lange Aufstieg, der besonders zum Ende hin auch ziemlich anspruchsvoll war, lohnte sich vollkommen. Der Wasserfall war wunderschön.

Danach wollte ich mich zur Bergbahn begeben, musste aber feststellen, dass bereits ca. 50 Menschen vor mir die gleiche Idee gehabt hatten - es gab eine lange Schlange. Da die Bahn etwa alle 15 Minuten zehn Menschen mitnahm, konnte man sich ausmalen, dass es ein wenig dauern würde. Ich unterhielt mich mit einer deutsch-rumänischen Familie hinter mir, die auch mit der Bahn hoch wollten, weil sie zurück wandern wollten. Und so kam es, dass ich schließlich zwei Kinder im Alter von etwa 11 und 13 Jahren und ihre Eltern bei mir im Auto hatte - ich bot ihnen an, sie mitzunehmen, wenn sie auch keine Lust hatten, zu warten. Ich nehme an, auch die Seilbahnfahrt wäre fantastisch gewesen, aber auch die Autofahrt war sehr reizvoll. Nur leider war ich auch hier nicht die einzige mit der Idee herzukommen, es gab Staus an den zwei völlig überfüllten Parkplätzen. Der Ausblick von oben war wunderschön und auch der See war hübsch, aber die Massen an Touristen, die Massen an Autos auf den Parkplätzen, die Reisebusse, die die zweispurige Straße blockierten, die Hütten, die Gegrilltes, Käse und kitschige Souveniers verkauften - all das machte das Bild zunichte.


Ich blieb nicht lange und setzte mich nur kurz, um ein paar Teigtaschen zu essen, die ich an der Talstation der Bergbahn gekauft hatte. Auch einen leckeren Käse nahm ich noch mit, aber dann begab ich mich wieder in den Stau, um irgendwie dieses Nadelöhr zu verlassen. Kaum war ich ein paar Meter gefahren, gabelte ich noch drei Pfadfinder auf, die als Anhalter mitgenommen werden wollen. Die Unterhaltung mit ihnen war sehr spanennd. Ich setzte sie dann an der Kreuzung mit der Straße, die nach Sibiu oder Fogarasch führte ab, weil ich in die eine und sie in die andere Richtung mussten.

Ich fuhr dann eine Weile und hielt in Avrig an. Hier war das Barockschloss Brukenthal, in dem seit einigen Jahren ein Hotel eingerichtet war, mit angrenzendem Schlossgarten. Ich setzte mich für eine Holunderlimonade in den Gastgarten und las noch ein wenig im Reiseführer. Meine Unterkunft für die Nacht hatte ich in Saliste organisiert, ich wollte vorher noch in Michelsberg vorbei. Ich schaute mir die Route an und machte mich schließlich auf den Weg. Ich musste durch Heltau / Cisnadie nach Michelsberg / Cisnadioara.

In Michelberg war die Burg leicht zu finden. Ich stellte das Auto im Stadtzentrum ab und begab mich zum Kassenhäuschen (5 Lei Eintritt) und ging dann hoch zur Burg. Ein sehr schöner Ort für Fotos, viel gibt es ansonsten dort oben nicht zu sehen. Aber trotzdem, wenn man in der Nähe ist, empfehle ich einen Ausflug. Da es schon relativ spät war, ging es für mich aber gleich weiter zur Unterkunft in Saliste. 



Mittwoch, 19. August 2015

Tag 5 bis 8 - Holzstock-Festival in Holzmengen / Hosman


Zwischenstopp in Sibiu - Abendbrot unter Weinreben
Nachdem ich die Transalpina gemeistert und auf dem Weg noch leckeren Käse von glücklichen Kühen gekauft hatte, kam ich bei einer Freundin, die mich auch schon in Belgrad begleitet hatte an und konnte auf ihrer Couch nächtigen. Sie hatte zwar auch zwei Couchsurfer da, die wollten aber lieber im Garten das Zelt ausprobieren und so konnte ich auf der Couch schlafen. Wir hatten noch einen netten Abend mit den Gästen und am nächsten Morgen ein ausgedehntes Frühstück. Ich ging danach noch eine andere Freundin in Hermannstadt besuchen - ich hatte also streng genommen erstmal einen Tag Leerlauf in Hermannstadt. Das war sehr entspannend und schön und ich freute mich, so viele nette Menschen zu treffen. Doch es sollten noch mehr werden. Denn einen Tag nach meiner Ankunft fuhren wir los nach Holzmengen - dort fand das Holzstock-Festival statt und es musste noch allerhand vorbereitet werden. 

Der alte Saal der Schule in Holzmengen
Das Holzstock-Festival ist ein sehr kleines Festival, organisiert vom deutschen Jugendforum Hermannstadt (Sibiu). Neben einer hauptamtlichen Jugendreferentin arbeiten also vor allem Jugendliche selbst an der Planung. Das ganze fand bereits 2014 statt, somit war 2015 die zweite Auflage. Veranstaltungsort ist die Kirchenburg und das ehemalige Pfarrhaus, heute Jugendherberge, in Holzmengen, etwa 30km von Sibiu. Neben lokalen Bands wurden auch Menschen eingeladen, die einen Workshop halten würden, so war das Festival eine Kombination aus Spaß haben und etwas zu lernen. Und für die Organisatoren war es natürlich eine großartige Möglichkeit, sich einzubringen und interessante Erfahrungen zu sammeln. Ich kenne einige Leute aus Hermannstadt, die im Bereich der deutschen Minderheit arbeiten, ganz gut und freute mich darauf, sie wiederzusehen.

Die Mauer der Kirchenburg
Ich wollte eigentlich für mein Festivalticket zahlen, hatte aber angeboten, ein bisschen mit zu helfen, damit ich auch am Donnerstag schon übernachten konnte, denn eigentlich ging das Festival erst am Freitag los. Da dann aber doch noch Freiwillige gebraucht wurden, erhielt ich einen "Staff"-Ausweis und musste keinen Eintritt zahlen, dafür aber ein paar Schichten im Orga-Team leisten. Da hatte ich auch gar nichts dagegen - bedeutete es zudem noch, dass ich mit lieben Menschen zusammenarbeiten konnte, die ich lange nicht gesehen hatte. Außerdem fand ich das Festival ohnehin eine gute Sache und wollte gern mit anpacken. Leider trafen dann am Donnerstagabend die extreme Hitze und Sonne des Tages auf zu viel Alkohol und wer weiß was noch und knockten mich für einen Tag komplett aus. Ich war so fertig, dass ich am Freitag zu gar nichts zu gebrauchen war und mich Freitagabend nur zurückziehen konnte, anstatt den Konzerten zu lauschen. 

Lea Matika auf der Bühne beim Holzstockfestival
Dafür ging für mich das Festival am Samstagmorgen halb neun motiviert und gut ausgeschlafen los. Ich war für meine erste Schicht bereit und sammelte fleißig Müll auf, der Freitagnacht liegen geblieben war. Den ganzen Tag über half ich noch im Infrastruktur und Ordnungsteam und am Abend genoss ich die drei Konzerte. Lea Matika spielte selbstgeschriebene Lieder und begleitete sich am Bass und Klavier, The Wildfire lieferten solide Cover-Songs und Lipiciosii unterhielten mit eigenwilligen aber interessanten Coverversionen und eigenen Stücken. Am Abend waren bis zu 300 Leute auf dem Gelände des Pfarrhauses. Nach dem die letzte Band fertig war, legte noch ein DJ auf und es konnte getanzt werden. Das nutzten nicht mehr so viele - die meisten standen in Gruppen und quatschten, die Chill-Out-Area hingegen kam wiederum sehr gut an zu späterer Stunde. Ich schlief seit langem mal wieder in einem Zelt, das mir eine Freundin überlassen hatte und ich schlief gar nicht mal so schlecht. Vormerken für den nächsten Urlaub - vielleicht mal wieder zelten gehen?

Ich hatte den ganzen Tag so viel Spaß wie schon lange nicht mehr. Die Atmosphäre war den ganzen Tag sehr entspannt und die Leute waren so gut drauf, dass es Spaß machte, zusammenzuarbeiten. Auch bei den Konzerten am Abend war die Stimmung einfach gut. Selbst am nächsten Tag beim Aufräumen gab es keinen allzu großen Stress - alle machten mehr oder weniger mit und schnell war der gröbste Schmutz beseitigt. Von den Dorfbewohnern kam auch nur positives Feedback. Ich hatte Ärger wegen lauter Musik erwartet, aber ganz im Gegenteil, alle schienen sich zu freuen, dass Jugend im Dorf war und einmal etwas los war in ihrer kleinen Ortschaft. 

Hier noch ein paar Eindrücke vom Auftritt der Band Lipiciosii: 




Sonntag, 16. August 2015

Tag 4 - Târgu Jiu und Transalpina

Nachdem ich also die Nacht in Tismana gefühlt kaum geschlafen hatte und mein Kantinenfrühstück eingenommen hatte, nachdem ich auch noch schnell das Kloster besucht hatte (immer etwas an meinem Rock zerrend, in der Hoffnung, er möge meine Knie bedecken), machte ich mich auf den Weg nach Târgu Jiu. Da wollte ich dann auch halt machen, zum einen um Wasser zu kaufen und Geld abzuheben, zum anderen um Brâncușis Skulpturen zu sehen, wenn ich schon mal da war. Constantin
Brâncuși ist der wohl berühmteste rumänische Bildhauer und sein Heimatort ist in der Nähe von Târgu Jiu. 1937 erhielt er den Auftrag für ein dreiteiliges Ensemble in Târgu Jiu, bestehend aus dem Tor des Kusses, dem Tisch des Schweigens und der Endlosen Säule. 

Ich fand Târgu Jiu beim hereinfahren recht chaotisch, jedenfalls nachdem ich nur durch kleine Orte getuckert war unübersichtlich. Ich war ganz froh, als ich beim großen Marktplatz einen Parkplatz fand und ließ das Auto dort erstmal stehen. Wie ich dann feststellte, war das gar keine schlechte Idee gewesen, denn der Park mit zwei der Skulpturen lag gleich auf der anderen Straßenseite. Ich schaute und schaute, aber ich fand das Werk, das mich am Meisten interessierte, die Endlose Säule, nicht. Schließlich brachte ich in Erfahrung, das diese sich in einem anderen Park befand. 
Praktischerweise musste ich an diesem Park ohnehin vorbei, wenn ich meinen Weg Richtung Transalpina fortsetzen wollte. Ich stellte das Auto einfach kurz am Straßenrand ab und schaute mir die Skulptur an. Beeindruckend war sie schon irgendwie. Ich hatte aber keine Muse, lange zu verweilen, es war schon wieder unerträglich heiß. 


Wie entkommt man der Hitze besser als in den Bergen? Ich machte mich auf zur ersten Passstraße meiner Reise, der Transalpina. Die Straße heißt so, weil dieser Teil der Karpaten auch Transilvanische Alpen genannt wird. Und über diese führt die Straße von Nord nach Süd oder umgekehrt, je nachdem von wo man kommt. Die Straße ist etwa 150km lang, nur im Sommer geöffnet und liegt zwischen Novaci bei Târgu Jiu und Sebes. Ich wollte nach Sibiu, von daher passte es mir, auch wenn es vielleicht nicht der kürzeste Weg war. Aber wenn schon einmal in der Nähe, dachte ich mir, ich nehme die höchste Straße Rumäniens mal mit. 


Hat es sich gelohnt? Ja. Die Ausblicke waren schön, der Teil, als ich das Gefühl hatte, geradezu in die Wolken zu fahren sogar spektakulär. Geschockt hat mich das Skiressort Rânca. So etwas hässliches habe ich seit langem nicht gesehen. Wahrscheinlich sehen Skiorte im Sommer nie besonders attraktiv aus, aber hier gab es scheinbar nur halb fertige Häuser und billig und schnell hochgezogene Gebäude, die wohl so etwas wie Villen imitieren wollten. Danach wurde es aber definitiv besser und ich fuhr mit Karl mal im ersten Gang, mal im dritten, immer den Berg hinauf. Irgendwo hielt ich auch mal, um Käse von den Almkühen zu kaufen. Man muss nämlich auf der Strecke nicht nur auf die Kurven achten, sondern auch auf eventuell herumstehende Kühe und natürlich eine Menge Autos, die unachtsam abgestellt werden, weil die Insassen schnell ein Bild machen wollen. Insgesamt also eine anspruchsvolle Strecke, zumal die Leitplanken noch fehlen. Offiziell ist die Transalpina deswegen wohl auch gar nicht freigegeben, wenn ich das richtig verstanden habe, aber an der Straßensperre sind alle vorbeigefahren, deswegen habe ich mich da mal eingereiht.

Samstag, 15. August 2015

Tag 3 - Tismana und Cheile Sohodolului

Nachdem ich mit der Bahn in atemberaubend langsamer Geschwindigkeit durchs Banater Bergland gekrochen war und in Baile Herculane gewandert war und geplanscht hatte, dachte ich, noch mehr Entschleunigung könnte mir nur gut tun. Ich buchte, weil billig und angeblich idyllisch gelegen, ein Zimmer im Tismana-Hotel, zugehörig zu dem gleichnamigen Kloster und gelegen zwischen Baile Herculane und Târgu Jiu. Sagen wir es mal so: Die Fahrt war spektaktulär. Für einen Roadtrip also nicht schlecht. Deswegen erhoffte ich mir wohl auch einfach ein bisschen viel. Idyllisch gelegen hieß dann aber einfach: im Wald. Auch da dachte ich zunächst noch an Entspannung, angenehme Kühle, Schlaf... Naja, es sollte anders kommen. 

Ich brach gleich morgens auf, denn ich habe immer gern die Gelegenheit am Wegesrand soviele Pausen zu machen, wie ich möchte. Ich machte auch einige kurze Pausen im Flusstall der Cerna. Alles in allem war ich aber gespannt auf das Kloster und das Hotel. Ich war vorgewarnt, es sollte an sich nicht besonders schön sein - tja, war es auch nicht. Dafür gab es an jedem Zimmer einen Balkon und Frühstück inklusive und das bei unter 14 Euro fürs Einzelzimmer. Das ist selbst für Rumänien echt ok. Insgesamt war ich dennoch enttäuscht von der Lage. Immerhin, das Flussrauschen würde nachts sicher beruhigend sein und einen in den Schlaf wiegen.

Ich wusste nicht so richtig, was ich noch mit dem Tag anfangen sollte, und fuhr gleich weiter zu den Cheile Sohodolului. Das sind Klippen, zwischen denen ein wirklich vergleichsweise kleiner Fluss dahinplätschert. Sie sind aufgrund der Felsformationen sehr sehenswert und ich muss sagen, ich war wirklich beeindruckt. Ich stellte das Auto am Anfang ab und begab mich zu Fuß durch die etwas 3km lange Schlucht. Natürlich in Ermangelung eines Wanderwegs immer auf der Straße entlang. Unterwegs warnte mich ein Schild vor Hornnattern und teilte mir mit, was ich bei einem Biss tun sollte (Blutzufuhr abbinden), was mich nicht gerade beruhigte, aber ich sah auch nirgends eine Schlange. Selbst denen war es wohl zu warm. Am Ende der Schlucht fließt der Fluss noch unter ein paar Felsen hindurch, dann öffnet sich die Landschaft wieder weiter. Ich ging zurück. Es ist ein interessanter Ausflug, nicht allzu touristenüberlaufen und wenn man ohnehin auf dem Weg fast vorbei kommt, lohnt sich ein Abstecher allemal. 

Nach der Wandertour kehrte ich zurück und deckte mich noch im Supermarkt mit Knabbereien ein. So verbrachte ich den Abend telefonierend und vor dem Fernseher, ein Weilchen auch auf dem Balkon lesend - eben ganz wie im Urlaub. Einmal wurde ich noch gestört, als es an der Tür klopfte, das war so gegen sechs Uhr abends. Mein erster Impuls war, dass das wohl eine Nonne wäre, die mich zum Gebet holen will - aber zum Glück war es nichts dergleichen. Eine Touristin, vermutlich Pilgerin, hatte den Zimmerschlüssel wohl falsch herum gehalten und wollte nun in Zimmer 6 statt 9. Sie war erstaunt, dass schon belegt war, verzog sich dann aber auch schnell. Richtig unangenehm wurde es erst, als ich mich zur Nachtruhe bettete. Da merkte ich den größten Mangel der Unterkunft. Streunerhunde waren schon den ganzen Tag um den Parkplatz gestrolcht und kläfften sich nun nachts ständig an, als wöllten sie sich zerfleischen - was sie vielleicht auch taten, keine Ahnung. Immer wieder wachte ich von dem lauten Gebell auf. Eine enspannte Nacht beim Kloster hatte ich mir wirklich anders vorgestellt...

Am Morgen gab es dann noch kantinenähnliches Frühstück neben anderen Pilgern und Touristen. Ich war vermutlich die einzige Alleinreisende im ganzen Hotel. Dafür musste ich dann auch den Brotkorb auf meinem Tisch mit niemandem teilen. Ich schaute mir noch schnell das Kloster an (ebenfalls weniger spektakulär als erwartet) und brach auf. Im Radio lief witzigerweise gerade experimentelle elektronische Musik auf Radio Romania Cultural. Na, wenn das mal kein guter Start war und bedeutete, es würde besser werden...

Donnerstag, 13. August 2015

Tag 2: Auf Sissis Spuren in Baile Herculane

Nach der Entschleunigung im Zug wollte ich noch mehr Entspannung und hatte deswegen als nächsten Ort Baile Herculane (Herkulesbad) geplant. Die Stadt überraschte mich und ich schwanke jetzt noch, ob es mir eigentlich da gefallen hat.


Nach der Zugfahrt und wieder in Oravita angekommen setzte ich mich in mein Auto und fuhr Richtung Westen. Der Weg durch die Berge war wunderschön. Am Bigar-Wasserfall bin ich leider vorbeigerauscht - ich sah nur, dass an der Hauptstraße eine Menge Autos parkten. Als ich in Baile Herculane ankam, suchte ich gleich erstmal meine Unterkunft. Ich hatte panisch vorausgebucht, da auf den gängigen Buchungswebseiten alles ausgebucht war. Ich war noch nie zuvor in Baile Herculane und konnte nicht wissen, dass man immer eine Privatunterkunft finden wird. An der Straße sitzen zahlreiche ältere Damen auf Bänken und warten nur so auf verirrte Urlauber. Einige dieser Damen sprach ich dann auch an, um herauszufinden, wo meine Unterkunft sei. Sie schickten mich erst einmal ein wenig in die Irre, doch als ich merkte, dass es nicht richtig sein kann, fragte ich nochmal. Schließlich landete ich an einem steilen Hügel. Ich traute mich nicht, mit Karl hochzufahren, weil ich ja auch nicht wusste, ob ich oben umdrehen konnte. Ich japste hinauf und wurde freundlich begrüßt von einem Jungen. Nachdem ich die dazugehörigen Erwachsenen gefunden hatte, stellte sich heraus, dass sie durchaus ein Zimmer hatten, nur meine Anfrage noch gar nicht bekommen. Ich bezog ein wunderbares einfaches Zimmer mit Dusche und WC auf dem Hof und ging noch ein wenig den Ort erkunden.

Baile Herculane ist seltsam. Der Ort teilt sich in mehrere Ortskerne, dazwischen läuft man ein ganzes Stück. Zum einen gibt es das eigentlich Städtchen, wo die Einheimischen wohnen. Hier gibt es Läden, Banken, Plattenbauten. Dann gibt es die Gegend mit Hotels und Pensionen sowie Fast Food Buden. Die Hotels sind ebenfalls große sozialistische Plattenbauten und zwischen einigen schönen alten Häusern wurde eine Menge architektonische Verunstaltung betrieben - wie es scheint in den letzten 10 Jahren. Alles wirkt irgendwie billig - der Eindruck wurde noch dadurch verstärkt, dass ich kein wirkliches Restaurant irgendwo fand. Dann gibt es noch den historischen Ortsteil - hier badete Sissi einst. Im Zentrum steht eine Herkules-Statue, daneben wunderschöne Häuser aus dem 19. Jahrhundert - verfallende Bäderarchitektur, wohin das Auge blickt. Das hat mich unglaublich traurig gemacht, diese Mischung aus bröckelndem Wiener Barock und Schnellimbissen für übergewichtige Badeschlappenträger.

Noch ein wenig ist vom alten Glanz zu erahnen und für einen Fotostreifzug eignet sich Baile Herculane durchaus sehr gut. Die alten Hotels sind nicht zugänglich, da hier und da ein wenig gebaut wird, aber auch von außen kann man gut fotografieren. Das Casino steht den kaiserlichen Bädern gegenüber, dazwischen der Fluss Cerna. Neben der Herkulesstatue findet sich das alte Apollo-Bad und eines der schönsten Gebäude, ein ehemaliger Speisesaal. Geht man weiter den Fluss hinauf, gelangt man zum sozialistischen Hotel Roman, das noch in Betrieb ist. Kurz dahinter sind kostenlose und frei zugängliche Quellen mit Thermalwasser, unter dem Hotel gibt es eine natürliche Sauna, die ebenfalls frei zugänglich ist. Vor dem Hotel kann man sich zwischen Eidechsen auf Betonplatten am Cerna-Ufer sonnen.

Das Bad war wohl schon den alten Römern bekannt, was archäologische Funde belegen. Zu österreichisch-ungarischen Zeiten war es beim Kaiser sehr beliebt, das war etwa Mitte des 19. Jahrhunderts. Zu finden sind in Baile Herculane zahlreiche Thermalquellen mit zum Teil schwefelhaltigen Wasser. Heute sind die großen Bäder geschlossen und es gibt nur mehrere kleine, die zumeist zu Hotels gehören. Außerdem gibt es in der Nähe der ehemals kaiserlichen Bäder Quellen mit Thermalwasser und ein Brunnen mit (stillem) Mineralwasser befindet sich auch im Ort.

Ich beendete meine Tour im einzigen schönen Restaurant, das eine Terasse direkt am Fluss hatte, zumindest das einzige, das ich gefunden habe, das Casa Lorabella. Es war sehr gut besucht und ich fand nur noch einen Platz neben einer Dame mittleren Alters am Tisch. Ich fragte sie, ob ich mich dazu setzen dürfte und ich hatte so Gelegenheit, gleich noch ein bisschen mein Rumänisch zu trainieren. Leider wartete ich ewig auf das Essen, so dass auch das keine wirkliche gute Erfahrung war, wenn auch die Unterhaltung sehr nett war.


Am nächsten Tag hatte ich mir vorgenommen, ein wenig in die Berge zu gehen. Ich schulterte den Rucksack - zur Sicherheit hatte ich auch gleich Badesachen und ein Handtuch eingepackt - und zog los. Baile Herculane liegt in einem Tal, um nicht zu sagen in einer Kluft. Ich rechnete damit, dass der Aufstieg schwer sein würde und behielt auch recht. Ich schaffte es schließlich nur bis zum "Weißen Kreuz", Crucea Alba, und machte mich danach wieder an den Abstieg. Auch so war ich gut zwei Stunden unterwegs und traf nette Wanderer aus Arad sowie eine rumänische Familie. Insgesamt ist aber das Touristenaufkommen am Berg sehr gering, wenn man bedenkt, wieviele Touristen sich am Abend durchs Zentrum schieben. Leider gibt es aber auch kaum Hinweisschilder mit Informationen zu Wanderwegen, so dass der normale Urlauber, wenn er es nicht gerade plant, auch gar nicht auf die Idee kommen kann, einfach mal loszuwandern. Auch im Internet sind die Informationen dazu eher rar, aber es gibt diese Wanderwege definitiv. Hier die Strecke von Baile Herculane zum Weißen Kreuz.

Ich war durchgeschwitzt und alles, was ich jetzt wollte, war ein kühles Bad. Kein Thermalwasser, in dem ich mit anderen dicht gedrängt hocken würde, sondern eher eine Art Freibad. Ich beschloss, es in 7 Izvoare [Quellen] zu versuchen, ein Ort ein Stück flussaufwärts von Baile Herculane. In unregelmäßigen Abständen verkehrt von Baile Herculane aus ein Shuttlebus, den ich dann auch nahm, weil ich wirklich keine Lust hatte, eine weiter Stunde durch die Gegend zu laufen. Die Fahrt kostete zwei Lei und man bezahlt direkt beim Fahrer. Am Freibad angekommen, machte ich es mir zwischen zwei Familien bequem und hüpfte gleich ins Wasser, das zu meiner Überraschung salzig war. An Schwimmen war auch hier nicht wirklich zu denken, so etwas wie Bahnen gab es nicht und überall waren Kinder und Erwachsene in riesigen Schwimmreifen oder Gruppen, die sich unterhielten. Ich hielt mich ansonsten im Schatten, aber da ich leider kein Buch dabei hatte, wurde es auch schnell langweilig. Ich suchte mir eine Aufgabe und so begann ich neugierig zu verfolgen, von wo die Menschen die Mini-Doughnuts hatten, die manche der Badegäste verspeisten. Es gelang mir bis zum Schluss nicht, die Quelle ausfindig zu machen. Nach weiteren Abkühlungen verschwand ich dann auch wieder aus dem Bad. Der Eintritt war 10 Lei gewesen, da ist es zu verkraften, wenn man nicht den ganzen Tag bleibt. 
Camping verboten!

Ich beschloss, den Rückweg nach Baile Herculane zu Fuß zurück zu legen. Das taten viele. Sie liefen zumeist einfach auf der Straße, denn einen Fußweg gab es nicht. Außerdem sieht man ja zu Fuß bekanntlich mehr und so kam ich nicht nur am wilden Campingplatz vorbei, wo Rumänen direkt hinter der Leitplanke auf dem schmalen Stück zwischen Fluss und Straße ihre Zelte aufschlugen oder gleich ihren Camper auf der Straße abstellten, sondern auch an den heißen Quellen, nach denen 7 Izvoare benannt ist. Menschen hockten zufrieden im vermutlich warmen Wasser und überall gab es kleine Zelte oder Hütten, wo Massagen angeboten wurden.
Auf halbem Weg zwischen Freibad und Baile Herculane tauchte dann eine Art Wanderweg auf und ich fragte einen älteren Herrn mit Motorroller, ob ich da auch langgehen könnte. Nein, der Weg führte zum Wasserwerk, so die Auskunft. Kaum war ich einhundert Meter weiter, tauchte der Rollerfahrer neben mir auf. Er führe jetzt ohnehin nach Hause, ob ich nicht mitkommen wolle. Und so endete mein Badeausflug mit einer unbehelmten Scootertour hinter einem 60-jährigen auf dem Beifahrersitz.

Wieder in Herculane stromerte ich noch ein wenig umher. Ich hatte von einer Seilrutsche über die Cerna gehört, die ich gern ausprobieren wollte. Ich fand sie auch, aber leider war kein Mensch da, der einen hätte anschnallen und einweisen können, demzufolge konnte ich mich auch nicht tarzangleich am Stahlseil über den Fluss schwingen. Als Ersatz suchte ich dann immerhin noch die Haiduken-Höhle auf, die gleich neben dem Hotel Roman gelegen ist und ging wieder zu meiner Unterkunft. Ich setzte mich mit einem Bier auf die Terasse mit dem schönsten Ausblick der ganzen Stadt und las und plante ein wenig. Kurz darauf kam der Sohn der Besitzerin, der sich auch um die Touristen kümmert. Er machte noch eine kurze Führung durch Baile Herculane mit mir, denn er war Touristenführer. Dabei war auch der kleine Junge, der mich bei meiner Ankunft begrüßt hatte - der zukünftige Touristenführer. Wir gingen noch ein Bier trinken und ich fiel später todmüde ins Bett. Gerade dieser letzte Abend in Baile Herculane hatte die Stadt nocheinmal interessanter für mich gemacht. Ich denke, es ist immer hilfreich, eine Stadt mit den Augen eines Bewohners zu sehen und so erfuhr ich einiges, was ich vorher nicht gewusst hatte.





Unterkunft in Baile Herculane: Casa Radoi, http://casaradoi.baileherculane.ro/Rezervari.htm

Touristenführer für Baile Herculane und Umgebung: Ilie Radoi (englisch, rumänisch), https://www.facebook.com/ghid.turisticbaileherculane

Mittwoch, 12. August 2015

Tag 1: Mit der Banater Semmeringbahn von Oravita nach Anina und zurück

Ein Urlaub ist vor allem dazu da, zu entspannen. Von der Hektik des Alltags abzuschalten, zu entschleunigen. Und wie kann man das besser als mit einer Bahn, die für 33km Strecke fast zwei Stunden braucht? 
Die Bahn zwischen Oravita und Anina ist die älteste Bahnstrecke auf dem Gebiet des heutigen Rumänien. Sie wurde 1863 fertig gestellt und für den Personen- und Güterverkehr in Betrieb genommen. Wegen der bergigen Gegend war der Bau zahlreicher Brücken und Tunnels notwendig - insgesamt 14 Tunnel durchquert die Bahn auf der kurzen Strecke. Die Bahn wurde vor allem zum Transport von Kohle gebaut, dient heute jedoch nur noch dem Personentransport. 

Während der Fahrt kann man die wunderschöne Landschaft des Banater Berglands bestaunen und natürlich eine Menge Bilder machen. Dazu kann man die Fenster der Waggons öffnen, die sich ein Stück herunterschieben lassen oder einfach die Abteiltür. Die Bahn fährt ja nicht sehr schnell, so dass die Gefahr, herauszufallen, gering ist, auch wenn man sich und seine Kamera gut festhalten sollte. Die Fahrt geht durchs Semenic-Gebirge und man kann an vielen Stellen die Gipfel der umliegenden Berge bestaunen. Zum Erkunden von Anina bleibt aufgrund des kurzen Aufenthalts von unter einer halben Stunden leider keine Zeit. 
Langweilen wird man sich auf der Fahrt bestimmt nicht. Abgesehen davon, dass es draußen viel zu sehen gibt, ergibt sich vielleicht das ein oder andere Gespräch mit dem Sitznachbarn. Viele der Reisegäste sind rumänische Touristen, aber auch der ein oder andere ausländische Tourist verirrt sich hierher. Zudem hat der Fahrkartenverkäufer eine Sammlung historischer Bilder von der Bahn und anderen Bahnstrecken in Rumänien, die er gern zeigt und ein kleines Faltblatt, dass über die Geschichte der Bahn informiert und auf deutsch, englisch und rumänisch erhältlich ist. Leider gibt es nur noch jeweils ein Exemplar, weswegen der Zugbegleiter auffordert, den Inhalt einfach abzufotografieren.

Die Bahn fährt ab Oravita täglich um 11.15 Uhr und sollte um 13.05 Uhr in Anina sein. Oft gibt es aber kleine Verspätungen. Rückfahrt ist ab Anina um 13.30 Uhr, um 15.20 Uhr erreicht man dann den Ausgangsbahnhof in Oravita. Die Bahn besteht aus einem Zugwagen und zwei gelb-grünen Waggons mit einfachen, aber bequemen Holzsitzen, die bei Bedarf im Winter sogar mit einem Holzofen geheizt werden können. Das Ticket wird im Zug verkauft und kostet 10 Lei pro Strecke, also 20 Lei (weniger als 5 Euro) für die Hin- und Rückfahrt. Der Zug verfügt über sehr einfache Toiletten und auch in Anina gibt es eine sehr einfache Bahnhofstoilette. Leider werden weder im Zug noch direkt an den Bahnhöfen Snacks und Getränke verkauft, man kann sich aber in Oravita in einem der Kiosks in Bahnhofsnähe gut eindecken.

Dienstag, 11. August 2015

Abschiedstour durch Rumänien

Ich war mal wieder unterwegs mit einem meiner besten und treuesten Gefährten - Karl, mein 18-jähriger Franzose. Ich habe einiges erlebt, was ich in den nächsten Tagen zu Posts verarbeiten werde. Ich habe auch eine Menge Bilder gemacht, sowohl analog als auch digital - aber die analogen dauern wie immer ziemlich lange, da ich (noch?) nicht selbst entwickle.


Soviel sei schon mal gesagt: Wenn ich mich wirklich verabschieden wollte, war dieser Roadtrip eine schlechte Idee, denn jetzt steht mehr denn je fest, dass ich wiederkommen muss.

Die Etappen:
Tag 1 - Fahrt mit der Banater Semmeringbahn von Oravita nach Anina
Tag 2 - Wandern und Baden in Baile Herculane und Umgebung
Tag 3 - Unterwegs im Nirgendwo - Tismana und Cheile Sohodolului
Tag 4 - Brancusi in Targu Jiu und Transalpina!
Tag 5 - Auf zum Holzstock-Festival!
Tag 6-8 - Holzstock-Festival in Holzmengen
Tag 9 - Transfagarasean! Brukenthal-Palast in Avrig und Burg in Michelsberg
Tag 10 - Burg in Deva und zurück über Umwege